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Seite 1 von 4 Sommerurlaub 2003 in Nordportugal mit dem Wohnmobil
Dieses ist ein Urlaubsbericht über unseren Wohnmobilurlaub in Portugal. Es war ein reiner Badeurlaub, so daß kein Bericht über kulturelle Ereignisse zu erwarten ist ..... Nur in Lissabon soll 2-3 Tage Station gemacht werden und das eine oder andere Kunstwerk besichtigt werden .. Es wird aber über Erlebnisse und Möglichkeiten zum Ver- und Entsorgen des Wohnmobiles in Portugal geschrieben. Wir waren bereits im Sommer 2000 durch Portugal gefahren, damals noch mit einem T4 Carthago Malibu Aufstelldach und auch nur ca. 8 Tage für ganz Portugal, vom Norden bis einschließlich Algarve. Damals war an freies Stehen nicht zu denken, da unser "Mailibu" nicht für mehrere Tage autark war...... In unseren Erinnerungen ist Portugal ein Land, daß im Beginn der touristischen Entwicklung steht. Die Autofahrer sind kühn und rücksichtslos, viel Schmutz findet man an allen Ecken. Mal sehn, ob, bzw. was sich geändert hat.........

Am 18.07.2003 um ca. 19.15 Uhr war es soweit : der Startschuß für den langersehnten, langgeplanten Sommerurlaub in Portugal mit dem Wohnmobil begann. Gerade hatte sich der Käufer unseres Jahreswagens auf seine Heimreise gemacht. Das war auch der Grund, warum wir erst abends losgekommen sind. Jetzt noch zuhause die Nacht zu verbringen, das hätten wir nicht geschafft. So fuhren wir gen Westen auf der A2 Richtung Aachen. Unterwegs wurde nochmals das Für und Wider von Portugal diskutiert. Soweit zu fahren, wo doch unser favorisiertes Reiseland Frankreich durchquert werden würde und man doch dort einfach bleiben könne ..... Doch die im Vorfeld besorgte Literatur über den Wohnmobilurlaub in Portugal hatte mich schon so eingestimmt, daß ich die Family doch für Portugal bei der Stange halten konnte.
Wir kamen gut vorran. Trotzdem, daß an diesem Tag die VW Ferien begonnen hatten und es Freitagabend war, hielt sich der Straßenverkehr in normalen Grenzen. Wir fuhren bis ca. 22.30 Uhr und machten in Wuppertal die erste Zwischenübernachtung in einer ruhigen Seitenstraße. Nach einer ruhigen Nacht trieb uns die "innere Unruhe" schon um 5 Uhr aus den Federn. Wir setzten unsere Fahrt fort und überquerten schon um 6.45 Uhr die Grenze nach Belgien. Dort versuchte ich eine Tankstelle abseits der Autobahn zu finden. Das erwies sich als schwierig, da die Tankstellen erst später öffneten. Besser, ich hätte an der Autobahn getankt......
Nachdem wir die Grenze nach Frankreich überquert hatten und die kostenlose Autobahn endete, steuerten wir den ersten französischen Bäcker an, um endlich Croissons zu kaufen und dann zu frühstücken. Das Frühstück nahmen wir abseits der Straße an einem ruhigen Ort zu uns.....
Der Weg führte uns immer weiter über gut ausgebaute Nationalstraßen, die aber bis Paris meist einspurig verlaufen. Das Becker Navigationsgerät zeigte auch hier wieder beste Ergebnisse. Es führte uns, auch wenn wir aus irgendwelchen Gründen mal von der vorgesehen Strecke abwichen, immer wieder sicher zurück auf die Hauptroute. So ließen wir auch schnell Paris hinter uns. |



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Wir beglückwünschten uns selbst dazu, daß wir damals beim Kauf des Wohnmobiles dabei geblieben waren auf eine Motorklimaanlage zu bestehen. Wir hatten momentan Außentemperaturen von weit über 40 Grad in der Sonne und so war es auch im Womo entsprechend heiß. Die Kids hatten zwar einen Ventilator spendiert bekommen, der aber auch nur die heiße Luft umherwirbeln konnte. Die Motorklimaanlage sorgte nach entsprechender Laufzeit doch vorn für sehr angenehme Temperaturen, selbst "hinten" sank die Temperatur um ca. 5 Grad. So können wir nur zur Motorklimaanlage raten !! Wir fuhren diesen Tag noch bis kurz hinter "Tours", wo wir um ca. 18 Uhr Rast machten und beschlossen die Fahrt für heute zu beenden. Wir hatten einen schönen, ruhigen Platz zum Zwischenübernachten gefunden. Die Kids vergnügten sich damit sich in den Sonnenblumenfeldern für Fotos zu positionieren. Auch der Hund hatte genug Gelegenheit überall herum zu schnüffeln.
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Am nächsten Morgen fuhren wir ca. 6.15 Uhr bereits weiter. Unterwegs kauften wir wieder frisches Baguette und Croissons, die wir auf einem Parkplatz mit Toilette etc., den wir unterwegs vorfanden, zu uns nahmen. Nebenbei haben wir gleich entsorgt. Die Strecke war seit Tours fast immer zweispurig und wir kamen sehr gut vorran. Es war geplant, daß wir bis ca. 13 Uhr fahren würden, so daß ich Formel 1 schauen könnte. Wir schafften es bis in die Gegend von "Biarritz", wo wir uns in einer Ortschaft direkt am Strand einen Parkplatz suchten. Der Hund und ich bewachten das Wohnmobil, die Kinder und Frauchen gingen an den Strand um ein erfrischendes Bad zu nehmen. Schumi landete nur auf Platz 4, dafür war die Family von Sonne, Strand und Atlantik begeistert. Es wurde geduscht und etwas gegessen ......
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Wir fuhren weiter. Ich hatte gelesen, daß man für die Strecke ab "Bayonne" lieber einige Euros an Autobahngebühr investieren solle. So haben wir das gemacht und fuhren zügig Richtung spanischer Grenze. Insgesamt kamen wir wohl auf 14 Euro Autobahngebühr, hatten aber jede Menge Zeit eingespart, da wir nicht durch zB "San Sebastian" fahren mußten. Unser Navigationssystem leitete uns über gut ausgebaute immer zweispurige und kostenlose Autovias gen "Vigo". Kurz hinter "Burgos" verließen wir die Autovia um einen Zwischenübernachtungsplatz zu finden. Leider gab es keine all zu schönen Plätze, so daß wir froh waren in irgendeinem Dorf an einem Fußballplatz ein relativ ruhiges und etwas sauberes Plätzchen gefunden zu haben. Es wurde zu unserem Erstaunen trotz wolkenfreiem Himmel schnell kühler, was wir von den Zwischenübernachtungen die Tage zuvor nicht kannten.
Am nächsten morgen ging es weiter Richtung Portugal. Wir hatten inzwischen Montag. Jetzt wurde uns auch klar, warum es relativ "frisch" geworden war : wir befanden uns in einer Höhe von ca 1000 mtr. Da ist es eben ein wenig kälter. Diese Höhe hielten wir mit 300 mtr. hoch und runter bis kurz vor "Vigo". In "Ourense", einer größeren Stadt unterwegs, kauften wir noch bei einem Plus Laden Getränke und Nahrungsmittel ein, da wir nicht wußten, ob auf der portugisischen Seite auch die Lidl Versorgung sichergestellt ist. Die Berge zogen sich und hinter jedem Berg tauchte der nächste auf. Wir verließen die Autovia Richtung Portugal und erreichten über eine belebte Straße Portugal. Dort fuhren wir in Richtung "Viana do Castello". Ich hatte mir in unserer Michelin Karte die angeblich schönen, wohnmobilfreundlichen Strände angezeichnet, so daß wir bereits vor "Viana do Castello" den "Praia de Afife" ansteuerten, der direkt am Wegesrand ausgeschildert wurde. Man muß kurz vor dem offiziellen Parkplatz links auf den Feldweg abbiegen und diesen parallel ca. 250 mtr. fahren. Man kommt dann zu einem weiteren Parkplatz, der sich durch teilweise begrünten Untergrund und unmittelbare Strandnähe auszeichnet. Hier schlugen wir sehr zufrieden um ca. 14 Uhr unser erstes Lager auf - Portugal - wir sind da !!!
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Die Kids wollten verständlicher Weise gleich ans Meer, der Hund unverständlicher Weise irgendwie einen für uns bestialisch stinkenden Geruch annehmen. Zumindest kam die Töle hochzufrieden mit verklebten Fell zum Wohnmobil zurück, nachdem wir sie mal kurz frei herumliefen ließen. Also dürften die Kids den Hund erst einmal an einem Süßwasserflüßchen ausgiebig waschen. Dann gingen wir alle ans Meer. Nach Rückkehr zum Wohnmobil wurde geduscht und gegessen. Abends machten wir noch einen Spaziergang und fielen dann müde ins Bett. Irgendwie haben die zurückliegenden ca. 36 Stunden Fahrzeit (mit Pausen) doch geschlaucht. Am nächsten morgen war dann Ver- bzw. Entsorgen angesagt. Wir wollten dazu nach "Castelo de Neiva" fahren, wo ein schöner Strandzugang mit Toiletten und Wasserhahn sein sollte. Nachdem wir in "Viana do Castello" über die "Eiffel Brücke" gefahren sind, haben wir schnell den "Praia do Rodanho" Wegweiser gefunden. Es gab dort wirklich alles, von der Toilette bis zum Wasserhahn, aber nur schlecht einen Stellplatz, da inzwischen alle Zufahrten in den Wald versperrt wurden. So Ver- und Entsorgten wir gegen ein Trinkgeld von 2 Euro für die Dame, die dort alles pflegte und fuhren weiter.
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Es sollte doch leicht sein, einen schönen Stellplatz zu finden. Dachten wir zumindest. Aber leider erwiesen sich alle Stellplätze als irgendwie für uns ungeeignet. Wir machten Zwischenstation am "Praia de Ofir", wo es zwar einen schönen Strand und Geschäfte gab, aber nur einen Stellplatz direkt an der Straße. Wir blieben dort trotzdem einige Stunden badeten und sonnten uns.
Wir fuhren anschließend langsam aber sicher über kleinste Sträßchen und Wege Richtung "Povoa de Varzim". Hinter dieser Stadt kam "Mindelo", wo wir dann abends auf einem Parkplatz direkt am Meer zum halten kamen. Dort war es annehmbar und wir blieben. Bald gesellten sich noch ein englisches und ein französisches Wohnmobil zu uns. Wir wollten dort bis zum Mittwoch abend bleiben und dann zurück nach "Barcelos" fahren, wo am Donnerstag ein großer Markt stattfinden sollte. Den wollten wir uns anschauen. So verbrachten wir eine ruhige Nacht und der Mittwochmorgen begrüßte uns wieder mit Sonnenschein. Nach dem Frühstück ging der Angler wieder erfolglos auf Fischfang. Nach seiner Rückkehr ging die Family zum Baden und Sonnen, während ich im Womo sitze und diese Zeilen hier schreibe.
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