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Portugal 07/03
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Wir blieben noch bis zum Mittwochnachmittag an dieser Stelle. Nachdem wir alle nach dem Sonnenbad und die Kids nach einem letzten Sprung in die Wellen uns gewaschen und gegessen hatten, brachen wir auf nach "Barcelos". Dort, so hatten wir gelesen, sollte jeden Donnerstag einer der größten Märkte in Portugal stattfinden. Dieses wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.


Wir mußten, um nach "Barcelos" zu gelangen einige Kilometer zurück fahren. Warum schon am Mittwoch, wenn doch der Markt erst am Donnerstag stattfinden soll ?? Ganz einfach, durch die Bekanntheit des Marktes sollte man schon am frühen morgen vor Ort sein um einen Parkplatz zu erhalten.
Gesagt - getan ! Wir kamen in "Barcelos" an und fanden nach kurzer Suche auch schon den großen zentralen Parkplatz, der Donnerstags für den Markt verwendet wurde. Schwieriger gestaltete sich da schon die Suche nach einem ruhigen und sicheren Übernachtungsplatz..... Zumindest für mich. Meine Frau hatte sehr schnell den Parkplatz am städtischen Schwimmbad als ideal aussgemacht, während ich irgendwie nichts Passendes finden konnte. Nach viel erfolglosem Rumgekurve und einem Machtwort der Ehefrau wurde doch der Parkplatz am Schwimmbad genommen. So nach und nach kamen noch weitere Wohnmobile....
Nach einer ruhigen Nacht stellte ich das Womo nur noch so um, daß wir auch garantiert mittags raus kämen. Das schien nötig, da es ab ca. 7.30 Uhr immer voller wurde. Der Himmel war bedeckt, aber es war warm. Vom Parkplatz aus waren es nur 200-300 Meter zum Marktplatz. Die Händler müssen die ganze Nacht aufgebaut haben, da der Platz schon voll mit Menschen und Buden war.....
Es war ein emsiges Treiben. Meist fand man Sachen des täglichen Gebrauches, aber eben auch die Taschen und Klamotten, die man überall auf den Märkten findet. Besonders der Teil des Marktes, wo Lebensmittel feilgeboten wurde, hatte es uns angetan.






Da lagen - aus unserer Sichtweise - an den Füßen zusammengebundene lebende Hühner aphatisch auf der Erde herum und warteten auf ihre Schlächter, die sie nach dem Kauf einfach in eine Tasche oder Netz stopften und weitergingen. Entenküken in engen Pappkartons über- und untereinander gepfercht, Hundebabys zu dritt in einer Box, wo man bei uns noch nicht mal einen Welpen hineingezwängt hätte ..... Die Kinder waren empört, aber andere Länder, andere Sitten. Deutsche Tiertransporte laufen auch nicht viel humaner ab, erklärten wir den Kindern.
Wir kauften noch ein wenig Brot und andere Leckereien der Bäcker ein, die in Portugal nach unseren Maßstäben sehr billig sind. Dann machten wir uns auf den Rückweg zum Womo. Inzwischen schien die Sonne wieder und es wurde schnell wärmer.









Unser Ziel waren die "Dunas de Ovar". Dort , so hieß es im "Schulz, Mit dem Wohnmobil nach Portugal auf Seite 75", gibt es kilometerlange einsame Strände. In "Esmoriz" ver- und entsorgten wir auf dem städtischen Campingplatz unser Womo. 2 Euro Trinkgeld erfreuten den Mann an der Reception, der an sich keine Gebühr wollte.
Wir fanden die Straße, die in dem Womo Führer beschrieben wurde und fuhren auf dieser parallel zum Strand. Eine mögliche Strandzufahrt nahmen wir nicht, obwohl dort sogar ein Imbisswagen aufgestellt war. Aber 500 mtr. weiter gab es eine weitere Zufahrt, an deren Ende sich ein großer Parkplatz befand, rings herum Wald, sogar einige Fleckchen Wiese fanden sich. Der Strandabschnitt war bewacht beim Baden, es gab eine "ToiToi Toilette" und mehrere Wasserhähne im Wald mit Trinkwasser...... Was will man mehr ???? Das einzige Manko, was aber bisher für ganz Portugal zutrifft : es gibt zwar überall Mülleimer, aber scheinbar wissen 75% der Portugiesen mit diesen nichts anzufangen und schmeissen ihren Müll munter links und recht an den Wegesrand. Aber das kann man auch in Spanien häufig beobachten. Schade, aber durch uns nicht zu ändern. So suchten wir uns eine relativ müllfreie Stelle und schlugen dort unser Lager auf. Die Kinder wollten sofort baden gehen, so daß auch wir uns die Stühle schnappten und uns an den Strand begaben.
Abends gesellte sich dann noch ein französisches Womo zu uns. Wir verbrachten eine ruhige Nacht und der nächste Morgen begrüßte uns mit bedecktem Himmel. Wir hatten unserem Sohn aber sowieso versprochen mit ihm zu den Steinwellenbrechern zu gehen und dort zu angeln. Warm war es auch und so gingen wir Angler frohen Mutes vorran. Zu unserer Verwunderung fing ich auch sogar 3 kleine Fischchen - unser erster Fang überhaupt seit Jahren bzw. seit wir die Angeln haben ...
Leider klarte der Himmel nicht mehr auf, so daß wir den restliche Tag mit fernsehen und lesen verbrachten. Satellitenfernsehen klappte bisher übrigens problemlos mit unserer manuell einzustellenden Bas60, wobei wir digital schauen .... Gegen abend kamen weitere 3 französische Wohnmobile auf den Parkplatz. Nach einer weiteren ruhigen Nacht wachten wir am Samstag morgen schon wieder bei bedecktem Hmmel auf. So beschlossen wir zu ver- und entsorgen und weiterzufahren.
Unser Ziel sollte "Mira" sein bzw die Dünen dort vor Ort. Unterwegs dort hin fanden wir wieder mal einen Lidl Markt, an dem wir unsere Vorräte auffrischten. An der Autobahn in Höhe von "Aveiro" sahen wir einen Carrefour Markt, dem die Familie nicht wiederstehen konnte. Ich blieb in der Zeit im Auto und schrieb die Seite 2 dieses Urlaubberichtes

 





 



Nachdem die Family bepackt mit nur nützlichen Sachen (??) wieder das geschäftige Treiben verlassen hatte, machten wir uns auf unseren weiteren Weg. Wir gedachten an dem "Praia de Tocha" einen Stellplatz zu ergattern, aber dort erwies es sich als zu gut touristisch erschlossen, so daß keinerlei Freiraum zum Freistehen blieb.


Wir fuhren die kleine Verbindungsstraße von "Praia de Mira" nach "Praia de Quiaios", die leider immer bis zu 3 KM zum Meer entfernt verlief entlang und versuchten auch abenteuerlichste Wege zu nehmen, um dem Meer näher zu kommen ...... Leider erwiesen sich auch diese Stichwege als vergebens, da an deren Ende zum Teil nichts oder nur Steilküste war. Auch an dem sich in der Nähe befindlichen See "Lagoa de Vela" fanden wir keinen passenden Stellplatz, obwohl es dort einen schönen geben soll.
Da wir wußten, daß wir, wenn wir erst einmal zu nahe an "Figueira da Foz" herangefahren sind, gar keinen Stellplatz mehr bekommen würden, nahmen wir die letzte Möglichkeit davor in Anspruch und fuhren ab an den Strand von "Quiaios". Dort ist auch inzwischen der Fremdenverkehr en masse vorhanden, wir fanden aber auf dem zentralen Parkplatz parallel zum Strand einen - für eine Nacht - möglichen Stellplatz. Dieser lag sogar direkt neben dem örtlichen Polizeihauptquartier, so daß mit einer ruhigen Nacht zu rechnen war. Wir liefen noch ein wenig spazieren, ehe wir den Abend mit einem DVD Film beschlossen. Es hatten sich zwischenzeitlich auch noch andere Wohnmobile zu uns gesellt.



 
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