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Spanien/Portugal 07/05
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Der von uns gefundene Stellplatz (GPS -1.3996 37.5136) war prima. Man konnte direkt am Wasser stehen, das Wasser war sehr sehr warm, eventueller Nachteil naturbelassener Strand mit Steinen im Wasser. Hier verbrachten wir den restlichen Tag und die ruhige Nacht. Leider wurden wir am nächsten Morgen von der Polizei verscheucht. Entweder auf Betreiben des Stellplatzbesitzers oder weil sich abends dann auch noch spanische Wohnwagen am Strand so richtig ausbreiteten, was den Ordnungshütern dann eben nicht behagte. Der Stellplatz war übrigens bei unserem Wegfahren immer noch verammelt und es stand immer noch das eine (eigene WOMO Stellplatzbesitzer ??) Wohnmobil dort herum.

Am nächsten Tag ging es weiter in Richtung Frankreich. Wir wollten in zwei Tagesetappen direkt bis Narbonne, wo die Damen nochmals einkaufen wollten. Dann sollte es am Montag in drei Etappen nach Deutschland zurück gehen. Wir fuhren fast den gesamten Samstag. Bis Valencia befuhren wir fast nur zweispurige Autovias, dann wurde das fahren durch meist einspurige Straßen doch nerviger.

Trotzdem kamen wir gut voran und erreichten trotz Pausen schon ca. 19 Uhr den Großraum Barcelona. Leider kamen wir damit auch in den Rückstau des Straßenverkehrs Rückweg Strand. Alles ringsherum zugebaut und stop and go Verkehr. Entnervt stellten wir uns zum Zwischenübernachten in ein Industriegebiet in der Nähe von Sitges vor Barcelona. Dort blieb es auch während der Nacht relativ ruhig, auch die Polizei machte dort regelmäßig Streife.

Am nächsten Morgen fuhren wir weiter. Wir kamen auch schnell durch Barcelona, da der LKW Verkehr bzw. Berufsverkehr entfiel. Trotzdem zog sich die Fahrt länger hin, als gedacht. Als besondere Engstelle erwies sich der Grenzübergang von Spanien nach Frankreich. Nicht, daß dort Zöllner kontrolliert hätten, aber sowohl auf spanischer als auch auf französischer Seite haben sich Unmengen von Geschäften angesiedelt, die von tausenden Urlaubsfahrzeugen und Wochenendtouristen angesteuert wurden.

Wir brauchten für 2 KM fast eine Stunde, da alles zugeparkt worden war, was irgendwie nach Freifläche aussah. Man passte manchmal kau mit den Spiegeln durch die engen frei gebliebenen Gassen durch.

Aber irgendwann war auch das geschafft und wir waren wieder in Frankreich. Man merkte das gleich daran, daß es wieder überall Bäcker gab und die Landschaft nicht so zugemüllt war. Wir verbrachten eine Nacht in Narbonne Plage auf dem Stellplatz, der seit letztem Jahr mit einer ganz neuen Ver- und Entsorgung glänzen kann. Wirklich super gemacht, Gebühr 7 Euro die Nacht. Am nächsten Tag fuhren wir nach dem Frühstück zuerst zum Carrefour in Narbonne und dann begann endgültig die Rückfahrt.


Unser Fazit :

Portugal ist die Reise wert gewesen. Die Algarve ist nur was für Leute, die den Rummel um Touristen mögen. Wir mögen lieber die Strände zwischen Lissabon und Lagos. Die Portugiesen sind superfreundlich und immer hilfsbereit gewesen. Auch die Straßen sind fast immer in einem guten Zustand. Die Spritpreise in Portugal lagen bei ca. 0,995 Euro, in Spanien mußten wir ca. 0,93 Euro zahlen, ab Großraum Barcelona dann 0,96 Cent. Die Sauberkeit in Portugal hat sich seit unserem letzten Besuch vor 2 Jahren weiter verbessert. Überall Mülleimer, die zunehmend auch von den Einheimischen benutzt werden. Die Mülleimer werden auch an den einsamsten Stränden oft geleert und die Strände gereinigt. Toiletten findet man abgesehen von der Algarve vielfach an den Stränden. Vielfach (besonders in Spanien) kann man an den Tankstellen den Inhalt seiner Cassette entsorgen. Grauwasser entsorgt man bei den überall anzutreffenden Autowaschanlagen. Dafür ist es in Spanien mit dem Müllverhalten der meisten Spanier nicht so weit her. Die meisten lassen ihren Müll dort fallen, wo sie gerade stehen. Es werden superschöne Hotels und Häuser gebaut, aber unweit davon liegt hinter dem Zaun fast der ganze Bauschutt herum. Die Spanier könnten im Punkt Müll von den Portugiesen inzwischen gehörig lernen. Die Brände in Spanien und Portugal stammen meiner Meinung nach oft / meist von den Grillfeten der Einwohner. Egal ob im Wald oder sonst wo, es wird immer gegrillt.Da kann natürlich leicht der Wald anfangen zu brennen.

Navigiert hat uns zuverlässig ein Handnavigationsgerät von Aldi, baugleich dem Yakumo Delta GPS 300, mit der Software von Medion 4.2. Das Gerät hat uns zuverlässig über die mautfreien Autobahnabschnitte gelotst und war auf relativ neuem Kartenstand. Dadurch, daß ich mir zuhause schon diverse POI gesammelt und auf die Software übertragen hatte, fanden wir viel Stellplätze bzw. auch diverse Einkaufsmöglichkeiten. Als Nachteil wäre nur zu erwähnen, daß das Gerät beim Bemühen um eine kurze, schnelle Strecke auch absolute Ministraßen als Route vorschlug, die einem manchmal doch den Schweiß auf die Stirn trieb.

Bei Schweiß ist anzumerken, daß eine Motorklimaanlage keinerlei Luxus ist. Obwohl wir meistens "nur" Temperaturen bis 30 Grad hatten, schaffte die Klimaanlage dem Fahrer doch den nötigen kühlen Kopf beim Fahren. Die von uns gewählte Route, die meistens am Meer entlang führte, sorgte ebenfalls dafür, daß wir die täglich im Wetterbericht gezeigten Temperaturen um die 40 Grad im Schatten nirgendwo antrafen. Den Wetterbericht und damit auch deutsches Fernsehen empfingen wir auf unserer ganzen Tour übrigens problemlos mit einer Kathrein BAS 60. Die Schlechtwetterreserven sind aber nicht mehr vorhanden, was wir bei dem einzigen Regenguß, den wir auf unserer Reise in der Nähe von Setubal hatten, merken konnten.

Der Roller kam auf unserer Reise nur wenig zum Einsatz, aber immer dann wenn man keinen Roller mit hat, dann würde / könnte man diesen gebrauchen ..... Wir haben insgesamt 7628 KM gefahren und dabei im Schnitt 12.34 Liter verbraucht, was einer Gesamtliterzahl von 941,35 Litern entspricht.

Es war viel Herumfahrerei, besonders in den letzten 1,5 Urlaubswochen der Rückreise, wo wir allein ca. 3500 KM fuhren.

Am Donnerstag Vormittag kamen wir wieder wohlbehalten zuhause im kalten Deutschland an.





 
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