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Portugal 07/07
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Wir starteten also nach Figuera da Foz und kamen dort einige Stunden später an. Der Platz, auf dem wir 2 Wochen vorher noch gut stehen konnten, ist inzwischen von einem Zirkus belegt worden. Nebenan wird gerade eine Riesenbühne aufgebaut. Die meisten Wohnmobile stehen nun auf dem Hauptparkplatz, der aber auf Grund der häufig fahrenden PKW nicht so attraktiv ist. Außerdem weist ein Hinweisschild darauf hin, daß Übernachten auf diesem Platz verboten ist. Wir beschließen trotzdem einige Stunden hier zu verbringen und gegen Abend weiter zu fahren um uns ein Übernachtungsplätzchen zu suchen.

Am späten Nachmittag brachen wir auf in Richtung Spanien. Wir kamen auf unserem Weg an herrlichsten Villen und alten Schlössern vorbei. Immer wieder wundern wir uns, warum man solche schönen ja eher herrlichen Häuser so nah an der Straße baut, wo man doch Krach und Abgase stark mitbekommt. Platz genug wäre doch die Häuser von der Sztaße weg zu bauen.... Na ja - andere Länder - andere Sitten.
Wir fahren noch bis ca. Almanca auf der IP3 weiter und finden direkt an deinem Stausee und dort an der Staumauer ein relativ ruhiges Übernachtungsplätzchen. Bis 21 Uhr fanden sich noch ab und an Schaulustige ein, die den Stausee bewundern wollten, aber in der Nacht war es sehr ruhig und nur wenige Autos passierten die Staumauer.

Nach einem Frühstück fuhren wir am nächsten morgen weiter in Richtung Spanien. Wir passierten die Grenze um die Mittagszeit. Ansich war geplant am dortigen Grenzübergang einige Stangen Zigaretten zu kaufen, aber leider war alles so zugeparkt, daß wir für unser Mobil kein Plätzchen finden konnten. Na mal sehen, ob wir es beim nächsten Grenzübergang schaffen, einen Parkplatz zu ergattern. .......
Die Damenwelt wollte noch einen spanischen Carrefour Markt ansteuern, so daß ich in Salamanca abfuhr, um den dortigen Carrefour zu finden ..... Er war zwar in alle Richtungen ausgeschildert, aber trotzdem wir uns kreuz und quer durch den regen Straßenverkehr quälten, haben wir ihn nicht gefunden. Statt dessen sahen wir einige alte Gemäuer am Straßenrand die wir auf einem Foto verewigten.....


Nachdem wir dann in der Stadt Valladolid doch noch einen Carrefour fanden und die Damen ihren Kaufrausch ausgelebt hatten, fuhren wir wieder zu dem Stellplatz in Palencia, wo wir auf der Hinfahrt bereits gestanden hatten und mit dem wir gute Erfahrungen gemacht hatten. Wir erfuhren von einem Spanier der gut deutsch sprach - einem ehemaligen Gastarbeiter aus Hannover - daß Palencia eine Stadt mit ca 18000 Einwohnern ist und sich der Stellplatz fast genau in der Stadtmitte befindet, also Einkäufe, Essen gehen etc. kein Problem darstellt. Bisher hätte man gute Erfahrungen mit dem Stellplatz und den dort verweilenden Wohnmobilbesatzungen gemacht und er würde auch nicht verstehen, warum Spaniens Städte so wenige Stellplätze anbieten würden.
Isabella nutzte die Gunst der Stunde und zum grossen Leidwesen von Arina war wieder einmal ein Fellwäsche von nöten und wurde prompt durchgeführt.


Der Stellplatz hatte sich noch bis zum letzten Platz gefüllt, scheinbar ist nur mir dieser Platz bisher unbekannt gewesen.... Nach dem Frühstück ging unsere Fahrt weiter. Die Straßen waren wieder meist gut ausgebaut und fast immer zweispurig. So kamen wir wieder gut voran.

Kurz vor der Grenze tankte ich nochmals günstigen spanischen Diesel für ca 96 Cent und weiter ging es der Grenze entgegen. Groß war unsere Verwunderung als ganz plötzlich die Grenze auftauchte und schon wieder vorbei war, keine Verkaufsstände etc. wie wir das bisher immer gewohnt waren. Also endgültig keine Mitbringselzigaretten......
Zur günstigsten Zeit kamen wir also in Frankreich an und steuerten ca 15 Uhr den Stellplatz von Ondres-Plage an. Dieser war vollständig belegt, aber wir dachten uns nichts all zu schlimmes dabei und fuhren weiter zu dem von uns schon in vergangenen Jahren bevorzugten Stellplatz der Ortschaft Capbreton. Groß war unsere Verwunderung. Man hatte inzwischen den Stellplatz auf das doppelte vergrößert, trotzdem schien alles vollständig gefüllt.


Währen wir Frischwasser bunkerten macht sich Marvin auf Stellplatzsuche und berichtete, daß alles voll wäre, aber ein Franzose 2 Stellplätze belegen würde, einen hätte er mit Markise und Stühlen etc. blockiert. Wir schauten hin zu dieser Stelle und nach einigem hin und her hat der Franzose "erfreut" den einen Stellplatz geräumt. Im nach hinein erklärte er, daß er nicht mitbekommen hatte, daß der Platz so voll gewesen wäre und wenn nicht wir gekommen wären, dann wäre wer anders gekommen ......


Wir parkten dort also ein, aber nachdem wir nun einige Wochen viel freien Platz um uns herum gewohnt waren, fanden wir die Enge nicht so prickelnd, da wir auch bei einer Stellplatzbreite von 3 mtr. nur ca 60 cm Platz vor der Tür hatten. So beschlossen wir am nächsten Tag weiter zu fahren.

So wurde es auch gemacht. Wir fuhren nach einem gemütlichen Frühstück weiter bis Bordeaux, wo die Damen wieder einen Carrefour ausgemacht hatten, der natürlich auch auf sein Angebot überprüft werden sollte. Marvin und ich warteten im Wohnmobil, wir hatten keine Lust mehr auf diese "länderweite Tour de Carrefour". So kam ich wieder mal dazu an diesem Reisebericht zu schreiben, während Marvin sich mit seinen Angelzeitschriften die Zeit vertrieb.
Der Rest der Reise verlief problemlos..... Wir fuhren in zwei Etappen in Richtung nach Hause, wo wir am Donnerstag abend wohlbehalten ankamen.......................


Portugal ist immer noch eine Reise wert. Aber immer mehr Wohnmobilfahrer steuern dieses schöne Land an, wir haben nie zuvor so viel Wohnmobile dort gesehen, wobei es sich hauptsächlich um französische,  portugisische und spanische Wohnmobilbesatzungen handelt. Viele der Spanier und Portugiesen nehmen die Entsorgung sehr "freizügig" vor, häufig sieht man unter den Wohnmobilen große Wasserpfützen vom Grauwasser oder man fährt zum Cassette Entsorgen mal kurz in den Wald........

Wie auch schon auf vergangenen Reisen festgestellt : In anderen Ländern kosten Wasser und Strom scheinbar nur einen Bruchteil der Gebühren wie in Deutschland. Wie ist es anders zu erklären, daß Wasserhähne fast überall zu finden sind, Mülleimer an jeder Ecke stehen und auch geleert werden und fast überall Laternen stehen ??

Unsere Reisevorbereitung bestand außer den schon gemachten Erfahrungen aus den Vorjahren auch in einem intensiven Studium der geplanten Route mit "Google Earth". So konnten wir schon vorher eventuelle Stellmöglichkeiten betrachten. Ist echt eine Alternative.

Statistik :

gefahrene Kilometer = 6531,6
getankte Liter = 787,84
Durchschnittverbrauch = 12,06 Liter / 100 KM
Gewicht Wohnmobil meist > 4500 KG Embarassed



 
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