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Wir fuhren in Richtung Küste und fanden nach einigen Km einen Stellplatz wo wir beschlossen 1-2 Nächte stehen zu bleiben. Der Stellplatz war nur durch eine Straße vom Meer getrennt, so daß wir anfangen konnten unseren Urlaub zu genießen.
Am Montag Mittag fuhren wir immer auf der Küstenstraße weiter den Stiefel hinunter. Die Italiener entpuppen sich immer mehr als sehr geschäftstüchtig : selbst das Parken am Straßenrand neben dem Strand mußte bezahlt werden. So fuhren wir wieder in großer Wärme kilometerweit ohne eine vernünftige Möglichkeit uns niederzulassen. Das änderte sich hinter der Stadt "Marina di Minturno", wo wir einem unscheinbaren Schild folgten, worauf ein Wohnmobilsymbol abgebildet war.
Wir erreichten einen kleinen Campingplatz direkt am Strand, wo wir erst einmal bleiben wollten. Der CP war nur mit den nötigsten Sachen ausgerüstet, aber sauber, was für uns das Wichtigste war. Wir bekamen sogar einen unserer Meinung nach vernünftigen Stellplatz.
Auf diesem Platz verweilten wir 2 Tage bis wir weiterfuhren. Dabei konnten wir uns erholen und am Strand aufhalten. Das Wasser war herrlich warm. Aber irgendwann muß man eben weiter, wenn man noch was sehen will.....
Wir fuhren über enge Küstenstraßen weiter, kamen an Neapel vorbei, wo wir den Vesuv ein gutes Stück in Serpentinen hinauffuhren. Man sah aber nichts und bei dieser Hitze nervte diese Aktion mehr, als sie und brachte.
Weiter ging es auf der Küstenstraße von Napoli über Torre del Greco und Torre Annunziata entlang durch verstopfte Straßen, die scheinbar die persönliche Rennstrecke einiger Italiener sind. Ansich ging es kilometerlang nur mit stop und go Stoßstange an Stoßstange über die links und rechts teils in 2ter Reihe zugeparkte Straßen. Wenn man einen Meter zuviel Luft zum Vordermann ließ, dann war garantiert ein Italiener zur Stelle diesen frei gewordenen Meter zu besetzen. Überholverbot oder Geschwindigkeitsbegrenzung sind in Italien sowieso nur auf den Schildern zu finden, keiner hält sich daran. Es gab wirklich nirgendwo auch nur den hauch einer Chance mal einige Minuten Rast am Wegesrand zu machen....
Wir versuchten einen Discounter zu finden, bei dem wir unsere Vorräte wieder auffrischen konnten, aber irgendwie fanden wir keinen. Wir fanden dann einen Giant Supermarkt, an dem wir erst einmal einkauften. Irgendwann am Abend kamen wir in Pompei an, was ich so aber schon garnicht mehr registrierte. Ich steuerte einen Parkplatz am Wegesrand an, der per Piktogram auch für Wohnmobile zugelassen war. Wir wurden in eine enge Ecke gequetscht und dürften 12 Euro bezahlen, vorausgesetzt wir verlassen den Parkplatz vor 8 Uhr morgens, sonst würden 7 Euro (die Stunde ??) dazukommen......
Am nächsten morgen machten wir einige Fotos außerhalb der Umzäunung der Ausgrabungsstätten. Bei den Außentemperaturen, die morgens um 7 Uhr schon oder noch bei ca. 24 Grad lagen, hätte das Anschauen der freigelegten Gemäuer wahrscheinlich sowieso keinen Spaß gemacht. Die Parkuhren am Straßenrand verlangten übrigens 3 Euro pro Stunde und PKW, so daß die 7 Euro für das Wohnmobil stündlich nicht mehr so unwahrscheinlich schienen.....
Wir fuhren also weiter, immer weiter Richtung Süden. Ich hatte mir einen schönen Stellplatz aus dem Internet als POI in mein Navi kopiert, dabei aber leider 2 Datensätze durcheinander gewürfelt, so daß wir zuerst den Falschen ansteuerten. Die Stimmung der Bordmannschaft drohte zu kippen, wir mussten wieder 20 Km über enge Serpentinen zurück.........
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